Verschlucken bei Klienten: kleines Signal, großes Risiko
Husten beim Essen, eine gurgelnde Stimme, Vermeiden von Mahlzeiten: Verschlucken kündigt sich oft subtil an. Warum frühe Erkennung für jede Fachkraft relevant ist.
Verschlucken wirkt harmlos: kurz husten und weiter. Bei gefährdeten Klientinnen und Klienten, etwa älteren Menschen oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen, kann wiederholtes Verschlucken jedoch ernste Folgen haben, von Angst rund um die Mahlzeit bis zu einem erhöhten Risiko für Atemwegsinfekte.
Die Signale sind oft subtil
Nicht jede Klientin und nicht jeder Klient hustet laut und deutlich. Achten Sie auch auf: eine feuchte oder gurgelnde Stimme nach dem Trinken, langsames Essen oder stehen gelassene Mahlzeiten, häufiges Räuspern, Ermüdung während des Essens oder unerklärlichen Gewichtsverlust. Gerade die stillen Signale werden übersehen.
Alle am Tisch haben eine Rolle
Schluckstörungen sind das Fachgebiet der Logopädie, doch die erste Person, die etwas bemerkt, ist oft eine andere: die Pflegekraft, die beim Essen hilft, die Ergotherapeutin, die auf Sitzhaltung und Essbesteck achtet, der Physiotherapeut, der einen Konditionsverlust sieht. Wer die Signale kennt, kann rechtzeitig weiterverweisen, statt hinterher zu reagieren.
Haltung und Umgebung wirken mit
Eine gute Sitzhaltung, Ruhe während der Mahlzeit und passendes Besteck erleichtern das Schlucken. Kleine praktische Anpassungen können den Unterschied zwischen einer angespannten und einer entspannten Mahlzeit ausmachen. Besprechen Sie Auffälligkeiten immer mit der behandelnden Logopädin oder dem Arzt.
Zum Vertiefen
Unser Kurs zum Thema Verschlucken behandelt, wie der Schluckvorgang funktioniert, welche Signale auf ein Problem hinweisen und was Sie als Fachkraft praktisch tun können, inklusive anschaulicher Fallbeispiele.