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Hausbesuch in der Ergotherapie bei Senioren: worauf du achtest

Veröffentlicht: 2026-10-16 · 6 Min. Lesezeit
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Kurz gefasst

Beim ergotherapeutischen Hausbesuch behandelst du ältere Menschen in ihrer eigenen Wohnung. Ein Hausbesuch wird auf der Heilmittelverordnung vermerkt, wenn der Patient die Praxis aus medizinischen Gründen nicht aufsuchen kann. Der große Vorteil: Du siehst die echten Bedingungen, übst Alltagshandlungen dort, wo sie stattfinden, und erkennst Sturzrisiken, die in der Praxis unsichtbar bleiben.

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Wann findet ein Hausbesuch statt?

Ergotherapie als Hausbesuch wird ärztlich verordnet, wenn der Patient die Praxis aus medizinischen Gründen nicht aufsuchen kann, zum Beispiel wegen eingeschränkter Mobilität, einer Demenz oder nach einem Krankenhausaufenthalt. Der Hausbesuch muss dafür auf der Heilmittelverordnung angegeben sein. Auch in Pflegeeinrichtungen findet Ergotherapie häufig als Hausbesuch statt.

Abgesehen von der Verordnung lohnt sich der Blick in die Wohnung fast immer, wenn es um Selbstständigkeit im Alltag geht. Was in der Praxis gut klappt, kann im eigenen Badezimmer ganz anders aussehen.

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Worauf du in der Wohnung achtest

Beobachte nicht nur die Räume, sondern vor allem die Handlungen: Lass dir zeigen, wie die Person aufsteht, zur Toilette geht oder Tee kocht. Dort zeigen sich die Probleme.

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Sturzrisiko und Sturzangst

Stürze gehören zu den häufigsten Gründen, warum ältere Menschen ihre Selbstständigkeit verlieren. Neben den Risiken in der Wohnung spielt die Sturzangst eine große Rolle: Wer Angst hat zu fallen, bewegt sich weniger, verliert Kraft und Gleichgewicht und stürzt dadurch eher. Frag deshalb auch nach früheren Stürzen und nach Situationen, die jemand inzwischen meidet.

Tipp: Die Frage "Gibt es Dinge, die Sie aus Angst vor einem Sturz nicht mehr tun?" öffnet oft mehr als jede Checkliste.

Mehr dazu liest du in der Wissensbank zu Sturzangst bei älteren Menschen und zur Sturzprävention in der Ergotherapie.

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Hilfsmittel und Wohnraumanpassung

Oft machen kleine Veränderungen den größten Unterschied: Möbel umstellen, einen Haltegriff anbringen, die Beleuchtung verbessern. Für größere Maßnahmen gibt es verschiedene Kostenträger:

WasKostenträgerHinweis
Hilfsmittel (z. B. Rollator, Duschstuhl, Toilettensitzerhöhung)KrankenkasseÄrztliche Verordnung; viele Hilfsmittel stehen im Hilfsmittelverzeichnis.
PflegehilfsmittelPflegekasseBei vorhandenem Pflegegrad.
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (z. B. bodengleiche Dusche, Treppenlift)PflegekasseBei vorhandenem Pflegegrad, Zuschuss pro Maßnahme; Antrag vor Beginn der Umbauten.

Die genauen Voraussetzungen und Beträge ändern sich regelmäßig. Verweise für die Antragstellung auf die Pflegekasse oder eine Pflegeberatung; deine fachliche Begründung, was die Person konkret braucht und warum, unterstützt den Antrag.

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Den Hausbesuch wirksam machen

Ein Hausbesuch ist mehr als eine Wohnungsbegehung. Übe die Handlungen, die für die Person wichtig sind, dort, wo sie stattfinden, und beziehe Angehörige oder den Pflegedienst ein. Halte Empfehlungen kurz und konkret fest, damit sie nach deinem Besuch nicht in Vergessenheit geraten.

Gerade bei Sturzangst ist die Rolle der Ergotherapie groß. Die kostenlose Fortbildung Die Rolle des Ergotherapeuten bei Sturzangst zeigt, wie du Sturzangst erkennst und gezielt behandelst.

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Häufig gestellte Fragen

Wann bekommt man Ergotherapie als Hausbesuch?

Ergotherapie als Hausbesuch wird ärztlich verordnet, wenn der Patient die Praxis aus medizinischen Gründen nicht aufsuchen kann, etwa wegen eingeschränkter Mobilität, einer Demenz oder nach einem Krankenhausaufenthalt. Der Hausbesuch muss auf der Heilmittelverordnung angegeben sein.

Was macht eine Ergotherapeutin beim Hausbesuch bei Senioren?

Sie beobachtet, wie der ältere Mensch in seiner Wohnung alltägliche Handlungen ausführt, erkennt Sturzrisiken und Hindernisse, übt Aktivitäten wie Aufstehen, Waschen oder Kochen in der echten Umgebung und berät zu Hilfsmitteln und Anpassungen der Wohnung. Angehörige und Pflegedienst werden dabei einbezogen.

Wer bezahlt Hilfsmittel und Wohnraumanpassungen?

Hilfsmittel wie ein Rollator oder Duschstuhl werden mit ärztlicher Verordnung in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, zum Beispiel eine bodengleiche Dusche, bezuschusst die Pflegekasse, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Den Antrag stellt man vor Beginn der Umbauten.